Wenn Babys viel schreien, schlecht schlafen oder Probleme beim Trinken haben, sind Eltern oft ratlos. Kinderärzte finden häufig keine organische Ursache. Genau hier setzt die Kinder-Osteopathie an – eine sanfte, ganzheitliche Behandlungsmethode, die erstaunliche Ergebnisse erzielen kann.
Was ist Kinder-Osteopathie?
Die Kinder-Osteopathie ist eine spezialisierte Form der Osteopathie, die auf die besonderen Bedürfnisse von Säuglingen, Kleinkindern und Schulkindern abgestimmt ist. Der Osteopath arbeitet ausschließlich mit den Händen und verwendet sanfte, kaum spürbare Techniken, um Spannungen im Körper des Kindes zu lösen. Anders als bei Erwachsenen sind die Griffe so zart, dass sie dem Gewicht einer Münze auf der Haut entsprechen.
Wann kann Kinder-Osteopathie helfen?
Die Einsatzgebiete der Kinder-Osteopathie sind vielfältig. In unserer Praxis in Bad Schwartau behandeln wir Kinder mit folgenden Beschwerden:
Schreibabys und Unruhezustände
Viele Babys schreien übermäßig, weil Spannungen im Schädel- oder Halsbereich nach der Geburt bestehen. Osteopathie kann diese Spannungen sanft lösen.
Schlafprobleme
Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen, können Blockaden im Nervensystem die Ursache sein. Osteopathie hilft, das vegetative Nervensystem zu regulieren.
Trink- und Stillprobleme
Spannungen im Kiefer- und Halsbereich können das Saugen und Schlucken erschweren. Sanfte osteopathische Techniken verbessern die Beweglichkeit.
Asymmetrien und Schiefhals
Vorzugshaltungen des Kopfes (KISS-Syndrom) lassen sich osteopathisch oft sehr gut behandeln – je früher, desto besser.
Verdauungsprobleme und Koliken
Dreimonatskoliken, Blähungen und Verstopfung können durch Spannungen im Bauchraum verstärkt werden. Osteopathie unterstützt die Verdauungsfunktion.
Wie läuft eine Behandlung ab?
Die erste Sitzung beginnt mit einem ausführlichen Gespräch über die Schwangerschaft, die Geburt und die aktuelle Entwicklung des Kindes. Dann untersucht der Osteopath das Kind behutsam mit den Händen und erspürt Spannungen und Bewegungseinschränkungen. Die eigentliche Behandlung dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Die meisten Babys entspannen sich während der Behandlung sichtbar – viele schlafen sogar ein.
In der Regel sind 2 bis 4 Sitzungen ausreichend, um eine deutliche Verbesserung zu erzielen. Zwischen den Sitzungen liegen meist 2 bis 3 Wochen, damit der Körper des Kindes die Impulse verarbeiten kann.
Wann ist der beste Zeitpunkt?
Grundsätzlich gilt: Je früher, desto besser. In den ersten Lebenswochen ist das Gewebe des Babys noch besonders formbar und reagiert sehr gut auf osteopathische Impulse. Wir empfehlen einen ersten Check-up in den ersten 4 bis 6 Wochen nach der Geburt – besonders nach schwierigen Geburten (Saugglocke, Zangengeburt, Kaiserschnitt, sehr schnelle oder sehr lange Geburt).
Kostenübernahme durch die Krankenkasse
Viele gesetzliche Krankenkassen übernehmen mittlerweile einen Teil der Kosten für Kinder-Osteopathie. Voraussetzung ist in der Regel eine ärztliche Empfehlung und die Behandlung durch einen zertifizierten Osteopathen. Wir beraten Sie gerne zu den Möglichkeiten der Kostenerstattung.
